„ProBeweis“

Viele Betroffene von sexualisierter Gewalt können oft nicht sofort nach der Tat entscheiden, ob sie das, was ihnen passiert ist, auch bei der Polizei anzeigen wollen. So vergehen oft viele Monate oder Jahre, bis es dann doch zu der Entscheidung kommt, bei der Polizei eine Anzeige machen zu wollen.

Es ist übrigens gut und richtig, sexualisierte Gewalt auch später noch anzuzeigen, aber oft gibt es dann das Problem, dass es nach so langer Zeit keine festen Beweise mehr gibt. Daher ist es umso wichtiger, dass Spuren gesichert werden. Und hier kommt nun das Netzwerk „ProBeweis“ ins Spiel.

Was ist „ProBeweis“?

Das niedersächsische Netzwerk „ProBeweis“ ermöglicht es Betroffenen von häuslicher und sexueller Gewalt, zeitnah Spuren zu sichern, ohne dass es nach der Sicherung der Spuren zu einer Anzeige bei der Polizei kommt. Das heißt, du kannst nach der Tat Spuren sichern lassen, ohne dass die Polizei davon erfährt und ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird. Die gesicherten Spuren werden dann bei „ProBeweis“ für viele Jahre sicher aufbewahrt, und wenn du dich irgendwann dazu entscheiden solltest, eine Anzeige bei der Polizei zu machen, dann kannst du bei der Polizei angeben, dass Beweise der Tat bei „ProBeweis“ hinterlegt wurden, sodass die Polizei dann darauf zurückgreifen kann.

Doch wie funktioniert das nun?

Es gibt speziell ausgebildete Ärzt*innen, die solch eine Untersuchung nach der Tat vornehmen und Spuren sichern dürfen. Diese kannst du kontaktieren, wenn du aktuell oder vor wenigen Tagen beispielsweise vergewaltigt worden bist. In der Nähe gibt es zum Beispiel in den Krankenhäusern in Vechta, Oldenburg und Delmenhorst ausgebildete Ärzte und Ärztinnen, die diese Untersuchung vornehmen dürfen. Schau doch einfach mal auf die Webseite von „ProBeweis“. Dort kannst du noch weitere Krankenhäuser oder Institutionen in deiner Nähe finden, an die du dich zur Spurensicherung hinwenden kannst. Auch erfährst du auf der Seite viele Tipps, wie du selber schon einmal Spuren sichern kannst (z. B. nach der Tat nicht duschen, Kleidung aufbewahren und in eine Tüte packen).

Was du im Vorfeld einer Untersuchung zur Spurensicherung machen kannst, erfährst du hier:

https://www.probeweis.de/de/ich-bin-betroffener

Kliniken und Institutionen im Umkreis des Landkreises Diepholz

Delmenhorst
DELME KLINIKUM DELMENHORST
– Frauenklinik, Unfallchirurgie

Wildeshauser Straße 92
27753 Delmenhorst
Telefon Kreißsaal: 04221 99-4333
www.delme-klinikum.de

 

Nienburg

HELIOS KLINIKEN MITTELWESER
– Gynäkologie und Geburtshilfe
– Unfallchirurgie und Orthopädie

Ziegelkampstr. 39
31582 Nienburg
Telefon Service Point: 05021 9210-0
Telefon Notaufnahme: 05021 9210-1207
www.helios-mittelweser.de

 

Oldenburg
MHH – AUSSENSTELLE OLDENBURG
– Institut für Rechtsmedizin

Pappelallee 4
26122 Oldenburg
Telefon Gewaltambulanz: 0176 15324572
www.mh-hannover.de

 

EVANG. KRANKENHAUS OLDENBURG
– Frauenheilkunde, Notfallambulanz

Steinweg 13–17
26122 Oldenburg
Telefon Notfallambulanz: 0441 236-874
www.evangelischeskrankenhaus.de

 

Osnabrück
MARIENHOSPITAL OSNABRÜCK
– Frauenklinik, Chirurgische Ambulanz

Bischofsstraße 1
49074 Osnabrück
Telefon Zentrale: 0541 326-0
www.niels-stensen-kliniken.de

 

Vechta

ST. MARIENHOSPITAL
– Frauenklinik, Allgemeine Chirurgie

Marienstraße 6-8
49377 Vechta
Telefon Frauenklinik: 04441 99-1770
www.helios-mittelweser.de

 

Weitere Kliniken und Institutionen:

https://www.probeweis.de/de/partnerkliniken

Nehmen Sie Kontakt auf!

Unsere Beratungsstelle ist von montags bis donnerstags geöffnet. Freitags sind wir nicht zu erreichen.

Wir sind für Sie telefonisch, per E-Mail oder für Kinder und Jugendliche über die Chatberatung oder die Onlineberatung erreichbar.

Adresse:

Papillon – Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt an Kindern, Jugendliche und jungen Erwachsenen

Sankt-Annen-Str. 15
27239 Twistringen

 

E-Mail: papillon@diepholz.de

Telefon: 04243 9412630

SMS: 0176 19761336

Messenger Signal: 0176 19761336

Erreichbarkeit: montags bis donnerstags